Siegbedingungen und Senat

Hier hinein gehört alles was man über das Projekt diskutieren kann und welche nicht in die anderen Diskussionsbereiche passen
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Sir Pustekuchen
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Siegbedingungen und Senat

Beitrag von Sir Pustekuchen » Mittwoch 11. Januar 2006, 19:05

Wie in der Featurelist nachzulesen ist, soll es in BotE verschiedene Siegbedingungen geben, also nicht nur das langweilige erobere die ganze Galaxie und lösche alle deine Feinde aus. Manche der neuen Siegbedingungen sollten für einige Hauptrassen schwerer zu erreichen sein, andere einfacher. Eine Idee wäre zum Beispiel 3x hintereinander die Senatswahlen zu gewinnen oder man hält alle Monopole auf eine Ressource an der globalen Handelsbörse. Für die Konföderation ist zum Beispiel der Gewinn der Wahlen einfacher zu erreichen als für einen Rotharianer, da das Verhalten der Konföderation auf Diplomatie ausgelegt sein sollte. Natürlich sollte jede Rasse jede Siegbedingung schaffen dürfen, einmal schwerer, einmal einfacher.

Welche Siegbedingungen es geben soll kann hier diskutiert werden. Auch könnte man spezielle Niederlagebedingungen einbauen, welche rassenabhängig sind.

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Langlay
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Beitrag von Langlay » Mittwoch 11. Januar 2006, 20:17

Also beim Boft gabs einen Siegbedingung Names Vendretta .

Wo jede Rasse seine 2 meist gehassten Rassen von den Hauptrassen auslöschen muss um zu gewinnen. Wenn ich mal in Hütte, bin schau ich mal nach welche Rasse welche auslöschen muss 8).


Gruss Langlay

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Beitrag von Horas » Donnerstag 12. Januar 2006, 11:30

wie gestern schon im irc angesprochen könnte man die siegbedingung auch von spiel zu spiel variabel machen. vorgestellt habe ich mir das so, dass jeweils zu beginn eines spieles die siegbedingung via zufallsgenerator an den/die menschlichen spieler vergeben wird, während die KI weiterhin ihre typischen ziele verfolgt. so kann es durchaus recht schwer werden, vor der KI sein ziel zu erreichen ...
eventuell kann man das auch mit einem wählbaren schwierigkeitsgrad verknüpfen ... gibt ja schließlich auch verschiedene schwierigkeiten bei den einzelnen bedingungen. und wenn ein spieler ein leichtes spiel haben will (single-player), dann wird eben nur aus einer bestimmten unter-gruppen von bedingungen eine ausgewählt.

das erstma zu dieser idee

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Beitrag von Rautzebautze » Donnerstag 12. Januar 2006, 11:54

So, dann muss ich mich natürlich auch mal melden. Wir hatten bis jetzt schon drei gute Ideen zusammengetragen.

Für die Kriegerischen Rassen wie Khayrin, Omeganer und Roth hatten wir uns ja Kriegerische Ziele vorgestellt. Also entweder 2 Hauptfeinde vernichten, alle vernichten, 75% der Karte erobern usw. Also im Prinzip die normalen Siegbedingungen die man aus jedem Strategiespiel oder so kennt.

Damit aber die andren Rassen auch noch Alternativen haben gabs ja schon paar Vorschläge von mir. Für die friedlich handelnden Hauhr war ja eine Art Monopolsieg angedacht. Es soll ja für die Rohstoffe noch eine Art globale Warenbörse eingebaut werden wo in irgendeiner Art und Weise auch Monopole eine Rolle spielen werden. Der Gedanke war jetzt eine gewisse Anzahl Monopole über einen bestimmten Zeitraum zu halten um so zu gewinnen. Genauer wird man das aber erst ausarbeiten können wenn die Warenbörse steht.

Da es ja weiterhin so etwas wie einen globalen Senat aller Völker geben soll mit Abstimmungen und so war für die Konföderation noch eine Art Diplomatiesieg ähnlich wie in Civilization angedacht.

Diese verschiedenen Siegbedingen kann man ja wenn man möchte noch zufällig verteilen. allerdings wird es dann für einen Khayrin eben schwer das Handelsmonopol über alle Rohstoffe zu erlangen.

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Beitrag von Topper » Donnerstag 12. Januar 2006, 12:46

Grüße in dir Runde erstmal...

wie ich aus den vorangegangenen Beiträgen entnehmen konnte, wird es also für jede Rasse Siegbedingungen geben, welche einfacher oder schwerer zu erringen sind. Dabei sollte man aber auch bedenken, dass z.B. ein Konfödi oder ein Hanuhr zwar nicht so militärisch spielen SOLLTE aber, wie ich es selbst in jahrelanger botf-Praxis am eigenen Leib erfahren musste, mitunter doch tut (@Rautze :D ). Was ich damit sagen will ist, man müsste dafür sorgen, dass z.B. der Hanuhr nicht seine wirtschaftliche Überlegenheit, welche er ja wohl haben wird, einfach in eine monströse Flotte steckt und alle überrennt...

Ich meine damit man sollte irgendwie gewährleisten, dass ein Konfödi auch wie ein Konfödi spielt und ein Hanuhr auch wie ein Hanuhr etc.

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Beitrag von Horas » Donnerstag 12. Januar 2006, 13:06

soll ein Hanuhr doch genau das machen. das ist ja auch eine der stärken: eben durch diese wirkschaftliche überlegenheit eine mega-flotte aufstellen zu können (wobei jedes einzelne schiff aber sch... ist) und dann zu schauen, wie weit se damit kommen.
und genau diese rassen-fernen missionen machen es doch dann für den spieler selbst schwerer, auch mal zu gewinnen. ein spiel, in dem man immer gewinnt, ist auf dauer langweilig ... aber sone mission, bei dem ich als Khayrin 3 mal die wahlen gewinnen muss, stell ich mir schon witzig, und verdammt schwer vor

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Beitrag von Topper » Donnerstag 12. Januar 2006, 13:18

Das stimmt schon aber der Khayrin z.B. hätte da bisher nur Nachteile. Er hat weniger Credits und hat es damit auch in der Diplomatie schwerer während der Hanuhr seine Kohle für so ziemlich alles gut einsetzen kann. Sei es nun für Militär, Diplomatie oder Rassen...

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Beitrag von Rautzebautze » Freitag 13. Januar 2006, 09:55

Das Problem ist einfach die Art und Weise wie man das Spiel spielt. Ich als Hanuhr würde ja liebend gern mal ein Spiel machen in dem ich keine riesige Flotte brauche, aber aus eigener Jahrelanger Erfahrung mit euch weiß ich das dies durch eure kriegerische Spielweise nicht möglich ist :wink: Wenn ich nicht mindestens eine Flotte habe die genauso stark ist wie eure, baue ich nie einen Ausenposte "dort" hin, ich bekomme nie eine Rasse weil die alle nicht "meine" sind, ich darf nie über die "e-Reihe" in "euer Gebiet" fliegen usw. Auch als Hanuhr muss man ja in der Lage sein sich zu verteidigen. Wenn ich ein Spiel mit euch mache und mal keine Flotte baue weißt du sicher welche Siegchancen ich hätte :wink:

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Beitrag von Langlay » Freitag 13. Januar 2006, 12:04

Naja es ist aber teilweise auch ne ganz gute Taktik. Am anfang garnet auf Flotte zu gehen sondern alles in kleine Rassen zu stecken und die dann ab ca runde 100 anzugliedern.


Dazu muss aber die Position und die kleinen Rassen in der Umgebung gut sein. Sonst bringt das nix. Besonders bei der Konfed is die Taktik nich zu verachten bei bei den rassen Vulmar und noch ein paar andere gute bei sind.

Weil den rückstand den man dadurch hat holt man dann relativ schnell auf. wenn die rassen erstmal angegliedert sind.


Gruss Langlay

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Beitrag von Alex » Mittwoch 5. Juli 2006, 10:49

Hallo alle zusammen!

Ihr habt ja hier viel über den Handel diskutiert und das es als Hanuhr keine andere Möglichkeit gibt sein Geld in eine Flotte zu stecken. Deswegen habe ich auch eine Frage. Lohnt es sich bei dem Spiel Birth of the Empires denn nur für den Hanuhr zu Handeln?
Alsowenn der Hanuhr eine Handelsroute mit der Konföderation etabliert, bekommt nur er Gewinne daraus?
Wenn dem so ist muss man doch die Art und Weise wie Handel verstanden wird modifizieren.
Handel macht ja nur durch Mehrwert Sinn, d.h. beide Seiten tauschen Güter da sie das Gut der jeweils anderen Seite für wertvoller halten als das ihrige.
Vielleicht kennt jemand von euch die Gal Civ Reihe. Bei der ist Handel immer ein gegenseitiges Abhängig machen. Im Laufe der Zeit ist die Bevölkerung an die Güter von anderen Sternen gewöhnt und würde sehr empfindlich auf das Ausbleiben dieser reagieren.

Zu den Siegbedingungen könnte man doch genau wie bei Gal Civ auch einen Technologischen Sieg hinzufügen. So könnte die Konföderation auf irgendein technologisches Mammutprojekt hinarbeiten. Der gesamte Techtree muss erforscht worden sein und dann ist der Sieg mit einer letzten ultimativen Forschung möglich. Es wäre noch zu diskutieren ob die anderen Mitspieler davon unterrichtet weden müssten, dass eine bestimmte Rasse kurz vor dem technologischen Siege steht oder ob dies nur über geheimdienstliche Informationen möglich wäre, was die Rotharianer stärker machen müsste.
Oder wie wäre es denn mit einem Geheimdienstlichen Sieg, in dem es darum ginge alle Regierungen 'umzudrehen', dass heißt die eigen Agenten an die Spitze der gegnerischen Regierung zu bringen und schlußendlich zu Putschen. Sozusagen ein Sudden Death, alle haben riesige Flotten gebaut und keiner kann sie mehr gebrauchen^^.
Bei Gal Civ gibt es ja auch noch den kulturellen Sieg, welcher durch die Dominanz der eigenen Lebensweise, halt Kultur, im Universum zum Sieg führt. Wenn 75% der gesamten galaktischen Bevölkerung sich so wie die eigene Rasse Kleiden, Musik hören, Benehmen usw. ist eigentlich unmöglich für die anderen Spieler gegen diese kulturell dominante Rasse militärisch vorzugehen.
Noch ein Wort zu den Allianzen. Ich hielt es immer für eine gute Idee, dass in Master of Orion III, kein Krieg aus der Laune heraus geführt werden konnte. Die Bevölkerung und ihre Beziehungen zu den anderen Völkern müssen immer mit bedacht werden. Momentan ist es ja z.B. auch undenkbar, dass die USA und Grossbritannien gegeneinander kämpfen würden, da sie starke und historische Alliierte sind. Es bedürfte einer riesigen Propagandakampagne um die Völker umzustimmen, wenn überhaupt.
Eine andere Option die immer überdacht werden muss sind verschiedene Regierungsformen, z.B. Republik, Diktatur, Monarchie. Aber grundlegend sollte die Alleinherrschaft vs. Demokratie stehen mit ihren jeweileiligen Vor- und Nachteilen. So würde in der Demokratie ein Mehrparteiensystem anzutreffen sein, in dem die Mehrheit über Krieg und Frieden entscheidet. Nicht die Willkür führt hier zum Krieg sondern Überzeugung der Mehrheit. Dieses Problem stellt sich natürlich nicht für einen Diktator. Aber grundlegend muss jede Diktatur mit harten Repressalien arbeiten oder drohen um auf Dauer bestehen zu können, was natürlich zu geringerem wirtschaftlichen Einkommen führt. Man denke nur daran, dass alles und jeder in der Diktatur vom Regierungsapparat überwacht wird. Dies führt zu extremer Vorsichtigkeit der Bürger.

Die Frage die sich bei meinen Vorschlägen natürlich stellt ist die, wie viel Macht dem Spieler eingeräumt werden sollte.
Meine Philosophie ist, dass der Spieler alles nur erdenkliche machen darf, aber bitte in den Grenzen wie wir sie aus unserer Welt kennen. Auch ein Diktator kann nicht an den Gefühlen der Menschen vorbeiregieren. So muss er darauf achten, dass es den Soldaten und deren Familien wohlergeht. Nachbarvölker mit denen sich das eigene Volk gut versteht kann auch ein Diktator nicht einfach so Angreifen, es bedürfte einer 'Hetzkampagne'.

Eine generelle Sache noch. Ich galube nicht daran, dass viele Features ein komplexes Spiel ausmachen, vielmehr machen sie ein kompliziertes Spiel.
Der Schlüssel zur Komplexität liegt in den vielen Verquikungen der wenigen Features miteinander. So sollte man sich auf einige wenige Features konzentrieren und diese wohlbedacht miteinander verbinden.

Zwei Fragen habe ich noch:

1. wollt ihr eher ein taktisches Spiel machen oder eher ein strategisches?
Z.B. schätze ich Master of Orion II. eher als taktisches Spiel ein, wohingegen die Civilizationreihe strategischer Natur sind.

2. Meint ihr mit Senat so etwas wie die Vereinten Nationen?

Gruß Alex

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Mentat
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Beitrag von Mentat » Mittwoch 5. Juli 2006, 13:45

Hi Alex, also vorab mal, zu deinen Fragen bezüglich des Spieles kann ich nicht viel sagen, da muss Dir jemand vom Team helfen.

Viele der Anregungen die da bringst sind sehr gut, auf jeden Fall Features die auch ich an den genannten Spielen mochte. Wie man das jetzt alles unter einen Hut bringen kann ist eine andere Frage. Mitunter würde es genau zu dem führen, was Du selbst ja nicht willst, unnötige Kompliziertheit. Mir persöhnlich kann ja eigentlich kein rundenbasierendes Spiel zu komplex oder kompliziert sein, aber das kann sicher nicht das Ziel sein. Ich musste immer Lachen wenn Leute MoO3 als zu schwer oder zu kompliziert einstuften, .... da gibt es ganz andere Kaliber.

Bezüglich Botf, MoO und CIV gebe ich Dir nicht ganz recht. Also alle diese Spiele sind eindeutig rundenbasierte Strategiespiele und keine Echtzeitidiotie. Der Unterschied liegt nur in der Auflösung der Kämpfe, und diese sind in MoO und Botf klar "taktisch", während sie in CIV auf der "Strategieebene" aufgelöst werden. Letzteres ist aber in MoO und Botf auch möglich, wenn man auf Autoresolve geht. Dennoch würde ich MoO oder Botf nicht als Strategie/Taktik Hybriden bezeichnen. Das triftt ja eher auf Echzeitstragegiespiele zu, sofern diese überhaupt noch Strategieelemente haben.

Sofern ich mich recht erinnere wird der Kampf in Bote in etwa ähnlich aufgelöst werden wie in MoO2, also eine 2D Simulation basierend auf die Werte der Schiffe und der Befehle die man ihnen erteilt. Ob dabei aber nun jeder einzelne Zug für jedes einzelöne Schiff bestimmt weren muss/kann, oder auch andere Einstellungen/Varianten angedacht sind, würde ich auch gerne wissen.

Am besten gefällt mir die "Sudden Death" Siegbedingung, die hat wirklich einiges für sich. Den Kultursieg halte ich in Bezug auf die unendlichen Wieten der Galaxie nicht sehr passend, um ehrlich zu sein. In der Tat halte ich ihn selbst in unserer Welt für unrealistisch. Also auch wenn unsere Welt eindeutig kulturell von der westlichen Zivilisation dominiert wird, mit dem Flaggschiff USA an der Spitze, so sehe ich keine positiven Auswirkungen auf die politische Lage in unserer Wlet dadurch. Eher das Gegenteil findet statt. Cola trinken, und Jeans tragen wird z.B. keinen Terroristen/Staat davon überzeugen seine Ziele nicht weiter zu verfolgen.

Alex
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Beitrag von Alex » Mittwoch 5. Juli 2006, 22:14

Hallo Mentat,

deine Argumentation bezüglich des Kultursieges kann ich nachvollziehen und ich muss bisher habe ich darüber noch gar nicht richtig nachgedacht.
Vor allem beeindruckt hat mich: 'Cola trinken, und Jeans tragen wird z.B. keinen Terroristen/Staat davon überzeugen seine Ziele nicht weiter zu verfolgen.'.
Nur die Frage ist, was einen Terroristenstaat überhaupt davon abhalten könnte weiter Terror zu verbreiten. Ich glaube nichts, auch nicht pure Gewalt. Man müsste wahrscheinlich so viele Menschen töten, dass es Genozid wäre. Die Idee hinter dem Kultursieg ist ja die, dass es eine Rasse gibt die Maßstäbe setzt und an der sich der Grossteil der anderen Völker orientiert. Aber es lässt sich vortrefflich darüber streiten, was ein Sieg ist und was er nicht ist. Aber darüber müssen wir ja nicht unsere Zeit verschwenden^^.
Das was mich wirklich an dem kulturellen Aspekt interessiert ist die Idee mehr Realität ins Spiel zu bringen. Verschiedene Kultur war und ist immer noch eine Ursache für Kriege. Das Fremde ist immer beängstigend und kann dazu führen, dass diejenigen welche sich mit der anderen Kultur konfrontiert sehen eine gewalttätige Lösung suchen. Die Angst assimiliert zu werden und seine eigene kulturelle Identität zu verlieren. Alles wichtige Aspekte wie ich finde. Ich bin mir aber auch bewusst, wie du auch schon richtig erwähntest, dass in einem Spiel diese komplexe Realität nicht ohne erheblichen Aufwand nachempfunden werden kann.
Was ich übrigens bei Gal Civ auch gut fand ist die Ideologische Komponente von 'Gut' und 'Böse' wobei dies vom Standpunkt des Betrachters abhängt. Das was mich nur immer verwundert ist, dass Gal Civ keine klare Verquickung zur Religion hergestellt hat. Wenn man es einmal genau überdenkt, kommt man Schlussendlich zu der Frage woher wir Gut und Böse definieren. Für meinen Teil stelle ich fest, dass alle Völker dies über Religion oder metaphysische Begründungen tun. Ich will ja nicht sagen, dass einzelne Individuen nicht auch andere Wege finden Gut und Böse zu definieren. Aber die Völker als Gesamtheit bedürfen immer einer spirituellen Erklärung.
Gott ist Gut, der Teufel ist Böse.

Wenn ich es richtig herausgehört habe, bist du Mentat auch von realitsnahen und komplexen Spielen begeistert?
Das Problem ist leider immer nur, dass etwas sehr gutes sehr viel Zeit und Arbeit kostet nicht wahr?
Aber ein Problem scheint mir auch zu sein, dass vielleicht die meisten Spieler einfach nur einen militärischen Sieg haben wollen.
Was ich hier im Beitrag auch gut fand war die Unterhaltung bezüglich Ferengi, dem vielen Geld und der Notwendigkeit dies ins Militär zu Pumpen, aufgrund der agressiven militärischen Spielweise der anderen.
Dazu muss ich sagen, wenn ein Spiel mehrere Siegbedingungen enthält, es jedoch nur mit der Überbetonung der militärischen Komponente möglich ist zu Gewinnen, sollte man lieber auf die anderen Siegbedingungen verzichten. Sicherlich bedarf auch der pazifistischste Siegesweg der militärischen Absicherung, aber wenn die Unterwerung nur mit diesem möglich ist, bedarf es keiner anderen Siegbedingungen.
Ich bin ehrlich gesagt auch Ratlos da die Geschichte uns lehrt, dass militärische Aktionen anscheinend unabdingbar sind. Im Zweiten Weltkrieg half eben kein gutes Zureden bei Nazideutschland. Nur mit militärischer Gewalt konnte dieses Regime gestoppt werden.
Die Frage ist ja wie man Sieg definiert. In der Realität, also in unserer Welt ist Sieg nur ein temporärer Effekt, der mitunter lange anhalten kann.
So hatte das römische Reich unzählige Siege in seinem tausendjährigem
Bestehen feiern können. Letztendlich ist es jedoch untergegangen. Völker mit ihren eigenen Kulturen, Religionen und geografischen Standorten sind gekommen und gegangen. Alles verändert sich unablässig.
Ein Spiel kann dies natürlich nur ganz gering simulieren und doch träume ich immer davon, dass irgendwann der nächste Schritt beim Programmieren gegangen wird, eine fast perfekte Realitätssimulation^^.

Wieviele Siegbedingungen haltet ihr denn für Angebracht?
Und welche Arten von Siegbedingungen haltet ihr für unbedingt notwendig?
Vor allem interessiert mich auch deine Meinung Mentat!
Ich hoffe auf eine schöne und fruchtbare Diskussion.

Gruß Alex

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Beitrag von Topper » Donnerstag 6. Juli 2006, 12:30

So, nachdem ich mich angeregt durch die letzten 3 Beiträge gearbeitet habe möchte ich, obwohl ich die meisten der Ideen für nicht uninteressant halte, nur mal daran erinnern, dass diese auch irgendwie in das Spiel implementiert werden müssen...
Ich meine damit nicht das sie nicht reinpassen würden, sondern die schnöde technische Umsetzung...

Ich lasse mich da natürlich gerne von unserem Admin belehren aber Sachen wie Kultursiege, Propagandakampagnen, Regierungsformen etc. stelle ich mir Umsetzungstechnisch eher diffizil vor.

Aber nochmals das soll eure Voschläge auf keinen Fall abwerten...

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Sir Pustekuchen
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Beitrag von Sir Pustekuchen » Donnerstag 6. Juli 2006, 13:54

Puh ... waren das lange Beiträge :-) Da will ich doch auch einen langen schreiben ;-)

Ich versuche mal zu den meisten Fragen/Vorschlägen einen kurzen Kommentar abzugeben. Entschuldigt bitte, wenn ich etwas vergesse.
Lohnt es sich bei dem Spiel Birth of the Empires denn nur für den Hanuhr zu Handeln?
In BotE können alle Rassen handeln. Hier gibt es aber 2 unterschiedliche Arten. Einerseits die üblichen Handelsrouten wie in Botf. Der dort erwirtschaftete Gewinn ist größtenteils abhängig von den vorhandenen Gebäuden auf dem System. Auch werden dabei nicht wirklich Waren gehandelt. Die zweite (und neue) Möglichkeit ist der Handel an der Handelsbörse. Jeder kann dort Rohstoffe (Titan, Deuterium, Duranium, Kristalle, Iridium) einkaufen und verkaufen. Dies muss man sich wie einen Aktienhandel vorstellen. Auf jede Transaktion fallen Steuern an. Der Hanuhr hat dahingehend einen Vorteil, da er niedrigere Steuern bezahlen muss.
Zu den Siegbedingungen
Angedacht war, dass jede Rasse eine eigene spezielle Siegbedingung bekommen sollte. Die anderen Rassen können auch diese Siegbedingung erreichen, nur eben schwerer. Für die Konföderation sollte es als Siegbedingung die Wiederwahl im Senat geben. Ein Technologischer Sieg wäre aber ebenfalls möglich. Der Hanuhr z.B. muss an der Handelsbörse X der 5 Monopole eine Zeit lang halten. Der Cartarer z.B. muss X Systeme erobern. Man kann sich also noch weitere Siegebingungen ausdenken, wie z.b. einen Geheimdienstsieg. Dafür ist der Thread ja da. Nur ist das mit den Regierungen "umdrehen" nur schwar möglich, da es ja keine Regierungen im eigentlichen Sinne gibt. Der Spieler darf alle Entscheidungen treffen. Somit wird es auch keine Regierungsformen geben. Dafür gibt es ja schließlich die unterschiedlichen Hauptrassen, die sich alle unterschiedlich spielen werden. Ein Khayrin will Krieg, die Konföderation nicht. Damit der Spieler dies in Grenzen einhalten muss, gibt es das Moralsystem, was rassentypisches Handeln belohnt und "falsches" Spielen mit Moralmali bestraft. Der Senat kann vielleicht als eine Art globale Regierung angesehen werden, die Gesetzte verabschiedet, an die sich alle im Senat vorhandenen Rassen halten müssen. Statt den Regierungsformen soll es einmal bestimmte Persönlichkeiten mit verschiedenen Eigenschaften geben, die man einsetzen kann.
Eine generelle Sache noch. Ich galube nicht daran, dass viele Features ein komplexes Spiel ausmachen, vielmehr machen sie ein kompliziertes Spiel.
Es soll komplex werden, aber nicht zu komplex! Der Spieler soll viele Möglichkeiten in die Hand gelegt bekommen, das Spiel nach seinen Wünschen zu spielen. Alle Möglichkeiten kann ich aber nicht einbauen. Schließlich arbeitet hier kein Programmierteam an dem Projekt, sondern ich. Für alle Vorschläge fehlt dann einfach die Zeit.
Zwei Fragen habe ich noch:

1. wollt ihr eher ein taktisches Spiel machen oder eher ein strategisches?
Z.B. schätze ich Master of Orion II. eher als taktisches Spiel ein, wohingegen die Civilizationreihe strategischer Natur sind.
2. Meint ihr mit Senat so etwas wie die Vereinten Nationen?
1. einen Nachfolger zu Botf
2. ja, so kann man sich das vorstellen
Ob dabei aber nun jeder einzelne Zug für jedes einzelöne Schiff bestimmt weren muss/kann, oder auch andere Einstellungen/Varianten angedacht sind, würde ich auch gerne wissen.
Man gibt vor dem Kampf und zu bestimmten Zeitpunkten während eines Kampfes seinen (also nicht jedem Schiff, sondern allen bzw. bestimmten Schiffstypen, z.B. non-combats) Schiffen taktische Befehle, z.B. Rückzug, Flankenangriff, Keilformation usw.

Jetzt will ich noch kurz was zu Kultur und Religion sagen: Die Sache mit der Kultur klingt recht interessant, nur wie will man sowas umsetzen? In CivIII gab es einen Ansatz dazu, aber dieser würde zu BotE nicht passen. Ich weiß jetzt nicht ganz wie das mit Kultur ins Spiel bringen gemeint ist. Religion würde ich hier komplett rauslassen. Oft wurde auch angesprochen, dass der militärische Part zurückgestellt werden sollte. Dieser hatte in Botf wirklich noch zuviel "Macht". Man konnte Spiele eigetnlich nur militärisch gewinnen. Dies soll in BotE nicht mehr möglich sein, deswegen is dieser Thread ja da. Ich würde dem militärischen Aspekt trotzdem ein großes Gewicht geben. Schließlich hat BotE einen Hintergrund in dem geht es größtenteils um Schiffe, Schlachten und Entdeckungen. Man kann in BotE nunmal (Kriegs)Schiffe und Truppen bauen und keine Fußbälle oder Stehlampen. Ich sehe daher den militärischen Part immernoch als den wichtigsten an.
Ein Spiel kann dies natürlich nur ganz gering simulieren und doch träume ich immer davon, dass irgendwann der nächste Schritt beim Programmieren gegangen wird, eine fast perfekte Realitätssimulation^^.
Wie ich oben schon gesagt hatte würde ich noch viele Sachen einbauen, aber dafür reicht die Zeit nicht. Wenn es nichtmal EA hinbekommt (oder nicht will) so ein Spiel/Simulation zu entwickeln, dann wird die Sache schwieriger sein, als sie auf den ersten Blick scheint. Trotzdem denke ich, dass man auch über Kultur und Regierungsformen gesondert nachdenken sollte. Wenn es meine Zeit zulässt und ein anständiges Konzept dazu existiert, kann dieses am Ende auch noch eingebaut werden. Derzeit gibt es dazu aber noch keine Planungen.

So, ich hoffe ich konnte auf alles kurz eingehen...

Alex
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Beitrag von Alex » Freitag 7. Juli 2006, 10:39

Hallo alle zusammen,

und danke für die ausführliche Antwort Sir Pustekuchen. Und auch dir danke Topper.
Wie ich sehe wird sich ja wirklich gedanken gemacht, wie das Spiel auch anders als durch pure militärische Domination gewonnen werden kann.
Ich bin da ja eher skeptisch aber lasse mich auch gerne eines besseren belehren.
Nun zu einer Frage die mich brennend interessiert. Ist denn die Idee mit dem Senat der als globale Regierung fungiert denn überhaupt Kanonisch?
Da ihr ja auf jeden Fall diesen Senatssieg reinbringen wollt, wäre es ja interessant wenn jetzt erstmal die gesamte Aufmerksamkeit auf diese Siegbedingung gelenkt werden würde. So kann eine Sache recht durchdacht werden^^. Habt ihr denn schon ein etwas genaueres Konzept zum Senat, oder ist das noch eine vage Idee?
Es stellen sich da ja einige Fragen, wie zum Beispiel:
1. Sind alle Hauptrassen von Anfang an im Senat vertreten?
2. Kann der Senat auch auf Wunsch des Spielers verlassen werden?
3. Kann eine Rasse von den anderen rausgeschmissen werden?
4. Werden Gesetze verabschiedet?
5. Wenn ja, sind diese für alle bindend oder nur für die, die zugestimmt haben? also sozusagen der Unterschied zwischen Bundessystem und föderalem System. Das enthält auch die Frage ob eine Rasse generell die Ratifizierung der Gesetze ablehnen kann und trotzdem ein Teil des Senats bleibt?
6. Genügt eine absolute oder eine relative Mehrheit im Senat?
7. Welche Konsequenzen hätte eine nicht-Mitgliedschaft?
8. Wird in bestimmten Zugabständen ein Senatsvorsitzender gewählt?
9. Wenn ja, welche Vorteile bringt es mit sich den Ratsvorsitz inne zu haben?
10. Über welche Arten von Gesetzen kann abgestimmt werden?
11. Wie wird ermittelt, welche Rasse wieviel Stimmenanteil im Rat besitzt?
12. Finden die Senatssitzungen regelmäßig statt oder nur auf Verlangen eines Senatsmitgliedes oder beides?
13. Können andere Senatsmitglieder bestochen werden?
14. Wenn es einen Senatsvorsitzenden gibt, kann dann ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden?
15. Wie lange würde eine Präsidentschaft/Ratsvorsitz andauern?
16. Kann eine Senatsarmee aufgestellt und vom Senat anteilsmäßig finanziert werden?
17. Verfügt der Senat überhaupt über eine Kasse, welche durch die Mitglieder getragen wird? Wenn ja könnte ich mir einiges Vorstellen um interessante Winkelzüge reinzubringen.
18. Soll es einen Hauptsitz des Senats in einem Sternensystem geben?
19. Sollen die Wahlen geheim stattfinden oder soll offen gezeigt werden, d.h. jeder Vote wird einer Rasse zugeordnet?
20. Soll jede Stimme einen Abgeordneten repräsentieren? Es wäre interessant wenn die Kontrolle der Abgeordneten durch Geheimdienst zugänglich wäre. D.h. die Romulaner kontrollieren über den Geheimdienst einen Abgeordneten der Föderation z.B. über Zwang oder Gehirnwäsche oder was auch immer^^.

So das waren jetzt erstmal so meine Fragen zum Senat.
Ich glaube in der Idee mit dem Senat liegt viel Potenzial. Ich vermute jedoch, dass die spaßigsten Sachen sicherlich den größten Aufwand verursachen würden :(.
Am besten du sagst irgendwas zu den spieltechnischen Beschränkungen, welche auf die Senatsidee zukommen. So können wir alle besser über die Senatssiegesbedingung nachdenken.
Ach ja genau. Wie gewinnt man überhaupt mit der Senatssiegesbedingung?

Gruß Alex

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